CDU und SfO Oststeinbek luden ein

24.10.2016
Pressemitteilung

Einbruchsschutz- und Sicherheit verbessern

 

Die Oststeinbeker CDU und die Bürgerinitiative Sicherheit für Oststeinbek (SfO) hatten die Glinder Polizei sowie Firmen aus der Region eingeladen, die sich den Einbruchschutz auf die Fahnen geschrieben haben.

So konnte Arne Heckt, Vorsitzender der CDU, zu dieser interessanten Veranstaltung viele Oststeinbeker im Saal des Bürgerhauses begrüßen, die sich für mehr Sicherheit rund um das Eigentum interessierten, aber auch im Ort sorgten. Britta Peth Semic, Vorsitzende des SfO, erklärte kurz die Arbeit des SfO, der 108 Mitglieder anbgehören und der sich schon 1998 gegründet hat.

Schnell wurde deutlich, dass die Schließung der Oststeinbeker Wache immer noch tief in den Knochen der Anwohner sitzt und sie eigentlich ihre drei Beamten wiederhaben wollten.

Martina Pauli, stellvertretende Leiterin der Glinder Polizeistation, machte anhand von Zahlen Oststeinbek betreffend deutlich, wie die Kriminalstatistik in Oststeinbek aussieht. Sie ist im März dieses Jahres aus Aumühle zur Glinder Wache gestoßen, die bald ebenfalls geschlossen werden soll. ,,Zu unserem Revier gehören Barsbüttel mit einer Tageswache, Oststeinbek und Glinde. Nachts betreuen wir von Glinde aus alle Orte", erklärte sie. Anhand einer Statistik über die vergangenen fünf Jahre (bis 2015) hätten es in Oststeinbek 560 Straftaten gegeben, deren Aufklärungsquote 37,7 Prozent betrage. ,,Es gab insgesamt 67 Wohnungseinbrüche, davon 26 im Versuchsstation, acht Versuche und 31 Tageswohnungseinbrüche. Allerdings hatten wir 107 Fahrzeugaufbrüche, meistens der Marken BMW, VW und Mercedes Benz. 17 Autos wurden komplett gestohlen", erklärte sie. An Ladendiebstählen hätte es 54 Fälle gegeben und 48 Betrugsfälle, 15 Fälle einfacher Körperverletzungen und 30 Sachbeschädigungen. Pauli machte aber darauf aufmerksam, dass die ,Saison' für Einbrüche in diesem Jahr erst begonnen hätte.

Ihr Kollege, Polizeioberkommissar Frank Weber ebenfalls aus Glinde, ging auf Verhaltensmaßnahmen ein: ,,Keine Fenster auf Kipp lassen, auch wenn Sie nur kurz das Haus oder die Wohnung (Erdgeschoss oder Hochparterre) verlassen. Geübte Täter brauchen nur zehn Sekunden, um es ganz aufzubekommen. Die meisten Täter suchen nur Geld, Schmuck oder Wertgegenstände. Sie sind meistens nach fünf Minuten wieder weg." Die Fenster sollten abschließbar ein und Panzertüren schützten den Haupteingangsbereich am meisten. Er gab auch den guten Rat, die Haustür immer zweimal abzuschließen und nicht nur zuzuziehen. ,,Sonst geht die Tür mit einem Schraubenschlüssel schnell auf und es ist passiert", warnte er. Er machte ebenfalls darauf aufmerksam, dass jetzt gerade das Land Schleswig-Holstein die Investition moderner Sicherheitstechnik bei Bestandsbauten bis 2018 mit insgesamt 1,6 Millionen Euro unterstützt. Heckt dazu: ,,Das Land gibt 20 Prozent dazu, wenn mindestens 2.000 Euro investiert werden, maximal aber nur 1.600 Euro pro Maßnahme." Arne Hornung, für Oststeinbek bei der Glinder Polizei zuständig, machte noch einmal auf seine Sprechstunde jeden Donnerstag, von 15 bis 16 Uhr im Rathaus aufmerksam. ,,Sie können mit jeder Angelegenheit zu mir kommen", warb er, dieses Angebot bei Bedarf zu nutzen.

In der Fragestunde beklagten einige Oststeinbeker, dass sie bei Wohnungseinbrüchen und anderen Delikten viel zu lange auf die Polizei warten müssten. ,,Das sind manchmal über 20 Minuten. Dann sind die Täter natürlich über alle Berge", schimpfte einer. Das unterstrichen andere Oststeinbeker aus eigener Erfahrung. Sie bemängelten auch die Polizeipräsenz im Ort und die schlechte Erreichbarkeit der Glinder Wache, speziell in der Nacht. ,,Das liegt zum Einen am Personalbestand und zum Anderen an der Auslastung der Kollegen. Wenn an fünf verschiedenen Stellen zeitgleich etwas passiert ist, müssen wir Prioritäten setzen", erklärte Pauli. Sollte die Wache nicht besetzt sein, werde das Gespräch nach Reinbek weitergeleitet

Nach dem offiziellen Teil nahmen viele Oststeinbek das Angebot der Handwerksfirmen, wie Tischereien, Sicherheits- und Alarmdienste, wahr, um sich abschließend zu informieren.